Hausfrauenkredit
realisierbar, die aber individuell nach den Möglichkeiten und Sicherheiten des Antragsstellers ausgearbeitet werden müssen. Häufig war es besonders in der Vergangenheit der Fall, dass die Männer dann als Einkommensbeschaffer der Familie auch die Verwaltung der Finanzen übernahmen. Die Hausfrau hatte somit praktisch kein eigenes Geld zur Verfügung, mit Ausnahme des gewährten sogenannten Haushaltsgeldes. Das sollte sich durch den Hausfrauenkredit ändern.
Grundsätzlich kann jeder geschäftsfähige Bürger in Deutschland einen Kredit aufnehmen. Die meisten Kreditarten basieren aber auf einem festen Einkommen, das als Sicherheit für den Kreditgeber dient und das dann entsprechend in mindestens drei aktuellen Einkommensnachweisen belegt werden muss. Da für den Kreditgeber keine weiteren Sicherheiten bestehen, wird dann dieses Einkommen als pfändbare Sicherheit genutzt, wenn eben die Zahlungen des Kreditnehmers ausfallen. Weil die Hausfrau eben über kein eigenes Einkommen verfügt, auf das im Zahlungsausfall zurückgegriffen werden kann, bestehen nun zwei Möglichkeiten für die Kreditaufnahme. Die eine liegt darin, dass die Kreditsumme sehr gering ausfällt und sich dann häufig im Bereich um 1.000 Euro herum bewegt. Das kann dann der Hausfrauenkredit ohne Schufa sein, bei dem keine Einkünfte über den Kreditnehmer bei der Auskunft eingeholt werden.
Eine Alternative des Hausfrauenkredites besteht darin, dass die Summe dann größer ausfällt und zudem eine Schufaauskunft eingeholt wird. Der Vorteil der Auskunft liegt darin, dass die Kreditzinsen hier günstiger ausfallen. Das ist verständlich, denn der Kreditgeber kann so zumindest die finanzielle Vergangenheit und den aktuellen Status des Antragstellers einschätzen. Somit können sicherere Prognosen hinsichtlich der Rückzahlung gemacht werden und die machen den Zinssatz günstiger. Für diesen Hausfrauenkredit müssen dann beide Ehepartner unterschreiben. Das heißt dann auch, dass beide im Ausfall haften. Der Ehemann haftet in diesem Falle mit seinem Einkommen für die Rückzahlung des Kredites. Das ist gut und sinnvoll, denn auch ein Hausfrauenkredit sollte gut durchdacht aufgenommen werden. Aus einer Laune und akutem Geldbedarf heraus sollte die Kreditaufnahme nie erfolgen.
Die Bezeichnung 'Hausfrauenkredit' wurde zwischenzeitlich angepasst. Inzwischen wird dieser Kredit in der Finanzwelt als Konsumentenkredit bezeichnet. Dahinter steht dann ein Kredit, der keine Sicherheiten - außer gegebenenfalls das Einkommen - verlangt. Der Kredit wird darüber hinaus für Konsumgüterbeschaffung genutzt und in regelmäßigen Raten mit oftmals attraktiven Zinssätzen zurückgezahlt. Durch die relativ geringe Höhe - zum Beispiel im Vergleich zur Baufinanzierung - fällt die Bonitätsprüfung der Antragsteller recht gering aus. Das macht den Hausfrauenkredit dann inzwischen auch als Online-Kredit attraktiv, da hier der geringe Verwaltungsaufwand sowie Nebenkosten die Zinssätze noch einmal deutlich günstiger ausfallen lassen.